Terraristik Infos

Terraristik Einsteigertipps

Terraristik Einsteigertipps

Der Einstieg in die Terraristik ist nicht immer einfach. Sie sollten sich vorher im Klaren sein, daß mit der Haltung von Reptilien, Amphibien und Schildkröten einiges an Kosten verbunden ist. Je nach Ansprüchen der Art ist die Pflege des Terrariums aufwändig oder eben nicht. Manche Tiere sind zudem Nahrungsspezialisten und haben erhöhte Anforderung an die Ernährung. Nachfolgend ein par Grundgedanken zum Einstieg in die Terraristik.

Informieren Sie sich über die favorisierte Tierart

Informieren Sie sich vor der Anschaffung eines Tieres genau über die Ansprüche und Anforderungen. Es macht wenig Sinn, sich z.B. eine Schlange anzuschaffen die zwar toll aussieht, in Ihrer Haltung aber sehr anspruchsvoll und schwierig ist. Es können die vielfältigsten Probleme auftreten. Z.B. Futterverweigerung ( sehr häufig bei Königsphytons), anhaltende Verstopfungen welche zum Darmverschluss und letztendlich dem Tod führen ( häufiges Problem beim grünen Baumphyton). Auch sollten Sie die Größe des Tieres im Auge behalten. Oft werden die Tiere als kleine Jungtiere gekauft, erreichen im Alter allerdings eine stattliche Größe und brauchen so ein sehr großes Terrarium um artgerecht gehalten zu werden.

Beschaffen Sie sich Literatur

Kaufen Sie sich vor der Anschaffung ein Buch über die ausgewählte Tierart. Sich nach der Anschaffung über ein Tier und dessen Anforderungen zu informieren ist zu spät. Heute gibt es fast zu jeder Tierart oder Gattung ein ausführliches Buch. In diesen werden meist auch potentiell auftretende Probleme und Krankheiten erläutert.

Die Wahl des richtigen Terrariums

Eines der wichtigsten Elemente der Reptilienhaltung ist das Terrarium. Zuerst einmal steht die Wahl der richtigen Terrariengröße. Als Orientierungshilfe können Sie hierbei die Mindesanforderungen an die Haltung von Terrarientieren heranziehen. Es handelt sich allerdings um Mindestanforderungen, ein klein wenig größer kann daher nie schaden.

Nachdem das Terrarium vorhanden ist wird noch die technische Ausstattung benötigt. Auch diese muss auf die Terrarientiere abgestimmt sein. Da die Mehrzahl der Reptilien aus tropischen Regionen kommen, stellen sie hohe Anforderungen an die Beleuchtung. Eine UV-Beleuchtung ist daher unerlässlich. Je nach Temperaturansprüchen müssen Spotstrahler und Bodenheizungen eingerichtet werden.

Bei Tieren aus feuchten Regionen können Nebler und Beregnungsanlagen eingebaut werden um die nötige Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Ein handelsüblicher Blumenbesprüher tut es allerdings auch, solange regelmäßig eingesprüht wird.

HWildfänge oder Nachzuchten

Die Auswahl der Terrarientieres ist die nächste große Herausforderung. Achten Sie darauf Nachzuchten zu erwerben. Es gibt mittlerweile genügend Züchter diverser Tierarten. Sie schonen so die Wildbestände und haben ein wesentlich robusteres und parasitenfreies Tier. Nachzuchten erkennen Sie an der Abkürzung NZ oder DNZ. Tiere welche mit FZ gekennzeichnet sind, sind Freilandnachzuchten. Im Prinzip nichts anderes als Wildfänge. Gelege werden in der freien Natur eingesammelt und ausgebrühtet. Sie sollten daher auch nicht unbedingt FZ-Tiere kaufen.

Schauen Sie sich die Tiere genau an. Achten Sie auf äussere Verletzungen, Milben und Zecken. Diese sind oft auch mit dem bloßen Auge zu erkennen. Kranke und Parasitenverseuchte Tiere sollten sie nicht kaufen.

Abkürzungen in der Terraristik

Wenn Sie in die Terraristik einsteigen werden Sie mit allerhand Abkürzungen bei den Tierbeschreibungen konfrontiert. Im folgenden eine Übersicht über gängige Abkürzungen in der Terraristik:

WF = Wildfangtier, der Natur entnommen
NZ = Nachzuchttier, nicht der Wildnis entnommen
ENZ = Europäische Nachzucht
DNZ = Deutsche Nachzucht
FZ = Farmzuchttier; in großer Zahl (meist auf Farmen) gezüchtetes Tier
ZP = Zuchtpaar
ZG = Zuchtgruppe
KRL = Kopf-Rumpf-Länge
KL = Körperlänge ohne Kopf und Schwanz
GL = Gesamtlänge
CL = Carapaxlänge (bspw. das Rückenschild der Schildkröte)

Geschlechter:
1.0 = ein männliches Tier
0.1 = ein weibliches Tier
1.2 = ein männliches und zwei weibliche Tiere
0.0.2 = zwei Tiere unbekannten Geschlechts

Bildgrundlage: Lygodactylus Williamsi von JM OsunaCC BY-NC-ND 2.0-Lizenz

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