Königspython – Python regius

Königspython – Python regius

Der Königspython, auch Ball Python oder lateinisch Python regius genannt, ist eine sehr beliebte Schlange in der Terraristik. Aufgrund seiner geringen größe lässt er sich im Vergleich zu anderen Riesenschlangen auch in kleineren Terrarien halten. Leider hat er manchmal seine Marotten, so dass er für Einsteiger nur bedingt zu Empfehlen. ist.

Verbreitungsgebiet:

Der Königspython lebt in West- und Zentralafrika vom Senegal östlich bis in den südlichen Sudan. Südlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet bis an die Nordküste des Golfes von Guinea.

Lebensraum:

Zu finden ist er in der Feucht- bis Trockensavanne in West- und Zentralafrika sowei in den Trockenwäldern.

Haltung und Terrarium:

Der Königspython erreicht eine Länge von maximal 2 Meter. Im Allgemeinen bleiben die Tiere aber wesentlich kleiner und erreichen Längen von ca. 1,3 Meter. Die Platzansprüche sind daher noch überschaubar im Vergleich zu anderen Würgeschlangen. Für ein Pärchen empfiehlt sich eine Terrariengröße von 1,0 x 0,5 x 0,5 Meter.

Der Königspython ist eine dämmerungs- bis nachtaktiv Schlange und verbringt tagsüber die meiste Zeit auf einem Ast oder unter einer Korkwurzel. Es sollten daher im Terrarium Versteckmöglichkeiten angeboten werden. Er benötigt eine Bodentemperatur zwischen 26-28 °C mit lokalen Erwärmung von bis zu 33 °C (z.B. durch Sportstrahler oder Heizmatten). Achtung keine Heizhöhlen verwenden, dies kann zu Verbrennungen führen, da sich die Schlangen gerne in Höhlen zwengen und dort verweilen. Heizmatten oder Heizkabel sollten nicht den gesamten Boden belegen, damit die Tiere die Möglichkeit haben in kühlere Bereiche auszuweichen. Eine Nachtabsenkung auf 20-23 °C ist angebracht. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60-80% betragen und kurzzeitig durch Besprühen auf über 90% steigen. Staunässe ist zu vermeiden. Der Bodengrund sollte aus einem lockerem, saugfähiges Substrat bestehen welches von den Tieren nicht verschluckt werden kann. Hier eignet sich zum Beispiel grobe Pinienerde oder dergleichen wie z.B. ReptiBark von Zoomed. Klettermöglichkeiten, unterschiedliche Verstecke und ein größeres Wassergefäß bilden die Grundausstattung der Terrarieneinrichtung.

Bitte sehen Sie dieses Tier nicht als ein Anfängertier an obwohl es massenhaft zu lächerlichen Preisen im Zoohandel angeboten wird. Gerade Königspythons sind oft große Nahrungsverweigerer. Es sollten zudem Nachzuchten gekauft werden. Diese sind mittlerweile recht häufig zu finden. Wildfänge sind auch wegen ihrer Parasitenbelastung noch schwerer zu Pflegen. Oft werden auch Farmzuchten angeboten. Dies sind im Grunde aber auch nichts anderes als Wildfänge, da die Muttertiere gefangen werden um letztlich ihre Eier in Gefangenschaft auszubrüten.

Beleuchtung:

Als Beleuchtung können Tageslichtleuchtstoffröhren und Spotstrahler eingesetzt werden. Spotstrahler bieten lokale Wärmeplätze für den Königspython. Auch eine UVB Lampe sollte im Terrarium nicht fehlen.

Futter und Ernährung:

Mäuse, junge Ratten und andere Nagetiere. Nach Eingewöhnung u.U. auch Fütterung mit toten (gefrorenen) Futtertieren möglich. Dies ist aber von Tier zu Tier unterschiedlich, da nicht alle Schlangen tote Futtertiere annehmen.

Zucht und Fortpflanzung:

Die Weibchen legen etwa vier Monate nach der Paarung ein Gelege mit 2 bis 15 Eiern ab, die das Weibchen umschlingt aber nicht aktiv bebrütet. Nach 2-3 Monaten schlüpfen die Jungtiere die kleine Nager als Futter akzeptieren.

Literatur über den Königspython:

Bildgrundlage: Python regius von brian.gratwickeCC BY-Lizenz

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